Autor Thema: Bezugsquellen für Carbonlaminate  (Gelesen 2047 mal)

Online AST

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #15 am: 13.12.17, 14:24 »
...

Nur am Rande: Eine Carbon "sinnvoll/nicht sinnvoll"-Diskussion wollte ich hier eigentlich nicht lostreten.

Danke und Gruß
Reini

Und ich fänd es gut, wenn bei der Frage nach einer Bezugsquelle auch das "WAS bringt Carbon" Diskutiere aufgrund von Hörensagen und theoretischen Annahmen mit teilweise nicht vergleichbaren Materialien  (selbstgebacken nach einer Rezeptur von ein ehemaligen sowjetischen Sputnikkonstrukteur) gegen NULL geht.

Danke

P.S. Reinibubi  stellt bestimmt den Bögen mit Daten vor, so dass wir dann alle uns ein Bild von der Materie machen können...
« Letzte Änderung: 13.12.17, 14:31 von AST »
"Primitive" means FIRST - (not worst)


Offline AndiE

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #17 am: 13.12.17, 20:14 »
Hallo

Ich habe mich über Carbon mit einigen guten deutschen, französischen, koreanischen und amerikanischen Bogenbauern sowie Carbonherstellern und weiterverarbeitenden Spezialisten unterhalten und das Ergebnis war immer dass die gängigen Arten eigentlich nicht viel bringen, besonders nicht das meistens angebotene UD Billigzeugs aus Fernost.
Für Torsionsteifigkeit bringt das richtige Carbon (z.B. div.45-45) an der richtigen Stelle am Bogen schon was aber ein wirklich sauber gearbeiteter Bogen in den Händen eines einigermaßen vernünftigen Schützen hat keine Probleme mit Torsion. Baut man krumme Dinger kann das oben genannte K-Carbon Schlimmeres auch nicht mehr verhindern.
Die schnellsten Lang-/Hybridbögen sind definitiv die A&H und diese haben auch Carbon. Jedoch nur da man mit Carbon die Wurfarme konkav bauen kann was Masse spart und den Bogen in Verbindung mit der sauberen Verabeitung und des optimalen extremen Profils der WAs schnell macht.

Bei Bögen bei denen man das Material voll ausreizt (z.B. Flightbögen) und bei Schaumwurfarmen sieht das ganze oben Genannte evtl etwas anders aus. In Sachen Schaum starten wir gerade mit den Tests also kann ich noch nichts dazu sagen.

@Reinibubi:
Evtl nicht direkt von BP, aber die kaufen das ja auch nur in Ch... . Es sieht zumindest genauso aus.
Infos siehe Datenblatt: "äußere C-Rovinglagen" und "mittellagiges Glasgewebe". (Glas im Carbonpelz)  :whistle:
Hier das Carbon des genannten Bogenbauers: https://shop1.r-g.de/art/CE-134127-UD-HT Also auch nur UD Gelege. Nutzen siehe oben und es macht sehr viel Arbeit.
Wir testen gerade ein Carbon das mir von einem der führenden Carbon Hersteller weltweit empfohlen wurde und wenn es wirklich hält was der Hersteller verspricht kann ich Dir etwas davon für einen Testbogen zukommen lassen (kann aber noch dauern). Jedoch erfordert es, so wie ich es bekommen habe, entweder gravierende Änderungen am Bogendesign, oder wir müssen das Carbon selbst bearbeiten damit es passt (Innenseite tapern?) und es kostet eben etwas mehr als das Pseudocarbon.

@c70bear: 15%.  :wow: 1,5% würde ich gerade noch glauben. Ist aber in diesem Fall keine Diskussion wert.

MfG
     Andi

Offline Gundog

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #18 am: 14.12.17, 07:12 »
Für Torsionsteifigkeit bringt das richtige Carbon (z.B. div.45-45) an der richtigen Stelle am Bogen schon was aber ein wirklich sauber gearbeiteter Bogen in den Händen eines einigermaßen vernünftigen Schützen hat keine Probleme mit Torsion.
Absolut richtig. Oft aber hat das eher bei Recurves mit dem Auf- und Abspannen zu tun das man diese Torsionssteifigkeit "nutzt". Wer alles vernünftig macht, braucht halt sowas nicht.


Die schnellsten Lang-/Hybridbögen sind definitiv die A&H und diese haben auch Carbon. Jedoch nur da man mit Carbon die Wurfarme konkav bauen kann was Masse spart und den Bogen in Verbindung mit der sauberen Verabeitung und des optimalen extremen Profils der WAs schnell macht.

Ich bin mir sicher das man auch konkave Wurfarme ohne Carbon bauen kann. Nur ist der Aufwand dafür sehr hoch und man müßte evtl. mit noch mehr Maschineneinsatz (CNC etc.) arbeiten.

Ich war eine Zeit lang auch auf der Jagd nach dem "schnellsten" Bogen. Ich habe vieles probiert, mir viele "schnelle" Bögen angeschaut , abgemessen, Formen in Supertiller getestet uvm.  Im Prinzip hat die Physik da halt Limit´s gesetzt und alles in ein Kompromiss. Der schnellste Bogen muss nicht lange halten (weil zu sehr an der Grenze) und auch nicht unbedingt sauber schießen (verzeiht nichts).  Mittlerweile habe ich lieber Bögen die relativ schnell sind, aber auch noch meine Fehler etwas verzeihen.

Offline reinibubi

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #19 am: 14.12.17, 07:57 »
Danke Andi für die Top-Infos!

Das Zeug aus dem RG-Shop sehe ich mir auf jeden Fall aus der Nähe an.
Und ja, falls möglich wäre das super, wenn du mir etwas von dem "Supercarbon" zukommen lassen könntest!

Bearpaw kauft übrigens in Österreich ein, sowohl Glas als auch Carbon, bei Isosport in Eisenstadt.
Die haben einen Exklusivvertrag.

Gruß Reini

Offline c70bear

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #20 am: 20.12.17, 11:25 »
ich würd mal den Elch Fragen wo er seines bezieht, da er scheinbar eine Wundercarbon hat!

zu seinem 15% Steigerung, ich zitiere : "Das bringt Leistungtechnisch deutlich mehr als die österreicher Fabrikation und ist zu 100% unidirectional."

deutlich mehr als 15% wäre dann so um die 20%??


Für den Diener ist der König nur ein Hanswurst

Club 52"

Offline Grombard

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #21 am: 20.12.17, 11:56 »
Wir haben glaube ich inzwischen alle verstanden, dass du ein Problem mit dem Elch hast. :rolleyes:

Der Aufbau des BP Carbon ist bekannt und jeder kann sich seine Meinung dazu bilden.
Leistungstechnisch dürfte also ein unidirektionales reines Carbon mehr bringen.

Ob das den Bogen nun 2% 5% 10% schneller macht, oder dadurch beim Schießen Blitze entstehen und ein Riss im Raum-Zeit-Gefüge entsteht hängt trotzdem vom jeweiligen Bogen ab.

Wenn ich nächstes Jahr mal etwas Kohle über habe baue ich einen meiner 52"er mal mit Carbonrücken und vergleiche die Speedwerte bei gleichem Zuggewicht.
Irgendwas ist ja immer.

Offline c70bear

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #22 am: 20.12.17, 12:13 »
ich gab nur einen Hinweis auf ein mögliches  Super Power Carbon und der möglichen Bezugsquelle!
Für den Diener ist der König nur ein Hanswurst

Club 52"

Offline Grombard

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #23 am: 20.12.17, 12:21 »
Gaaaaanz ohne Unterton.  ;)
Irgendwas ist ja immer.

Offline AndiE

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #24 am: 20.12.17, 20:46 »
Hallo

Carbon bringt laut Jim Neaves von Centaur Archery 3-5fps (im AMO Test) zu einem vergleichbaren Glasbogen. Wir haben die beiden Modelle auch gemessen und bei uns war es eine Differenz von 1fps. Also laut Jim 1,5-2,5% Unterschied, laut unserer Messung 0,5%.
Er hat auch 2-3 Bögen mit Schaumkern gebaut, da war der Sprung dann etwas größer aber auch weit weg von 15%.  :rolleyes:
Aber übertriebene Werte sind ja momentan Mode, siehe die immer wieder aufkommenden 200+fps Werte.

@c70bear
Diese Quelle habe ich doch oben schon genannt.

MfG
     Andi

Offline Gundog

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #25 am: 21.12.17, 07:07 »
Aber übertriebene Werte sind ja momentan Mode, siehe die immer wieder aufkommenden 200+fps Werte.

Die 200+ erreichen ganz ganz wenige auf Grenze gebaute Bögen. Wie lange die halten ist ein anderes Thema, daher sind das keine Bögen die man von der Stange kaufen kann.
Ein Langbogen aus Vollcarbon hatte mal irgendwas um die 270fps... allerdings bei 5 gpp.

Online AST

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  • "Primitive" means FIRST - (not worst)
Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #26 am: 21.12.17, 12:02 »
Das Thema wurde hier geteilt.

Mit der Speeddiskussion geht es hier weiter: http://free-archers.de/forum/index.php/topic,39476.0.html

Den Bezug von Carbon bitte hier weiter diskutieren...
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Offline Fichtenelch78

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #27 am: 11.01.18, 17:07 »
Es gibt etwa 5 Hersteller die Bogenbau taugliches Carbon verkaufen (quer über die ganze Welt verteilt). Diese unterscheiden sich DEUTLICH untereinander. Manches Carbon kann man eher an die Wand nageln als davon eine Leistungssteigerung zu erwarten. Andere Sorten sorgen dafür das man sich unter anderem 0.8 mm stackdicke sparen kann um auf das selbe Zuggewicht zu erreichen. Allerdings wird die KEIN Bogenbauer (der damit geld verdient) seine Bezugsquellen offenlegen. Um an das Carbon von z.B Border/ Win&Win/ Hoyt  zu kommen bedarf es etwas mehr als nen Eintrag in ein Forum. Was man auf den "freien Markt" bekommt ist meistens mist und nicht mal 100% carbon.
Das Leben ist nur so schlecht wie man es sich macht!

Offline AndiE

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Re: Bezugsquellen für Carbonlaminate
« Antwort #28 am: 11.01.18, 18:49 »
Hallo

Auch das Wundercarbon von Border ist nur von der Stange (ich weiß das denn ich bekomme meinen Schaum vom selben Hersteller). Auch dieses bringt wenn man es anstatt dem Glas einfach nur am Rücken anbringt keine oder nur eine sehr sehr geringe Leistungssteigerung.
Verwendet man Carbon aber so dass man dadurch andere Formen und Radien erreichen kann (extremer Reflex beim Border CH, ACS Profil bei A&H) dann bringt es indirekt schon einiges mehr. Aber wie gesagt ermöglicht es nur dass durch eine andere Geometrie mehr Leistung gespeichert (Border CH) oder ein besserer Wirkungsgrad erreicht werden kann (ACS), das Carbon an sich bei gleicher Geometrie bringt nicht mehr oder nur 1-2% mehr Leistung.
War auch schon früher das Selbe mit Sehnen und Horn. Bringt direkt nicht mehr Leistung aber ermöglicht leistungsfähigere Formen.

MfG
        Andi

 

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