Autor Thema: Federlänge und Form  (Gelesen 1184 mal)

Offline elrey13

  • Beiträge: 26
Federlänge und Form
« am: 15.11.17, 06:56 »
Hallo zusammen,

ich möchte in den nächsten Tagen meine ersten Pfeile selber bauen. Jetzt bin ich mir aber bei der Form und Länge der Federn unsicher. Muss ich da was beachten?

Offline roscho

  • Globaler Moderator
  • Beiträge: 51
Re: Federlänge und Form
« Antwort #1 am: 15.11.17, 08:08 »
Ja !
Ganz wichtig - Form, Länge und Farbe müssen dir gefallen !

im Ernst: Alles zwischen 3 und 5 " erfüllt seinen Zweck, wichtiger ist das die Pfeile im Spine zum Bogen passen

Offline OKOK-Klaus

  • Beiträge: 273
Re: Federlänge und Form
« Antwort #2 am: 15.11.17, 08:49 »
Lies mal den Thread: Starter Set,
da wird so einiges über Federn geschrieben.
Klaus
Autauga County Bowhunters

Offline cweg

  • Beiträge: 156
Re: Federlänge und Form
« Antwort #3 am: 15.11.17, 08:55 »
Faustregel, mündlich überliefert:

Um die 30Lbs 3" Feder
Um die 40Lbs 4" Feder
Um die 50Lbs 5" Feder

Die häufigsten Formen sind Shield und Parabol.
Recurve Alpsbow Shadow 62" 44# OTF
Langbogen Kienle Togiak 66" 50# OTF
Pfeile Holz und Carbon

Offline rabu

  • Globaler Moderator
  • Beiträge: 2.486
Re: Federlänge und Form
« Antwort #4 am: 15.11.17, 11:14 »
Es gibt meiner Meinung nach 3 Grundregeln für die Befiederung:

- Nimm welche die dir gefallen
- Nimm möglichst helle leuchtene Fraben ( Flugverfolgung und wiederfinden nach Fahlschüssen)
- Mach dir nicht zu viel Gedanken über Federn bis du so schiesst, dass du Unterschiede merkst hast du schon 15 neue Sätze Pfeile gebaut


Wenn du trotzdem eine konkrete Empfehlung willst: Standardempfehlung: 2 x neongelb, 1 x blau in 4" Shield


Gruß
Ralf
Leben ist das, was abläuft während man etwas anderes plant.
James Patterson in "Alex Cross - Blood"

Offline Frogfoot

  • Beiträge: 76
Re: Federlänge und Form
« Antwort #5 am: 15.11.17, 11:40 »
Moinsen,

Die mündlich überlieferte Faustregel ist ein guter Richtwert, allerdings ist es ist nicht unerheblich wie groß das Gesamtgewicht des Pfeils ist.

Im Vergleich zu einem schweren Holzpfeil benötigst du für den Bau von dünnen leichten Carbonpfeilen deutlich weniger Federfläche um den Pfeil zu stabilisieren.  Je leichter das Gesamtpfeilgewicht, desto größer wirkt sich auch der Bremseffekt einer (zu) groß dimensionierten Befiederung aus.
Um ein ideales Setup zu basteln, kommt man ums Pobieren Experimentieren nicht drumherum. Wenn du mit der Faustregel startest, und deine Pfeile in 20m Entfernung gegen eine "unsichtbare" Wand fliegen und innerhalb von 3m runterfallen, dann ist die Federfläche wahrscheinlich zu groß gewählt. Dann bau einfach eine Nummer kleiner oder reduziere mit ner guten Schere die höhe der Federn.

Viel spass beim basteln!

Robert

PS: Du wirst sicher auf (traditionelle) Bogenschützen treffen die dich im Brustton der Überzeugung darauf hinweisen, dass du eigentlich garkeine Befiederung brauchst, weil Sie selber ihre Pfeile grundsätzlich ohne Befiederung einschießen und in der Lage sind auf die dollsten Entfernungen noch dollere Gruppen zu schießen. Ich für meinen Teil habe aufgehört mit diesen Leuten zu diskutieren, ich lächele einfach nur freundlich und verständnisvoll...

Offline rollo

  • Beiträge: 113
Re: Federlänge und Form
« Antwort #6 am: 15.11.17, 16:22 »

PS: Du wirst sicher auf (traditionelle) Bogenschützen treffen die dich im Brustton der Überzeugung darauf hinweisen, dass du eigentlich garkeine Befiederung brauchst, weil Sie selber ihre Pfeile grundsätzlich ohne Befiederung einschießen und in der Lage sind auf die dollsten Entfernungen noch dollere Gruppen zu schießen. Ich für meinen Teil habe aufgehört mit diesen Leuten zu diskutieren, ich lächele einfach nur freundlich und verständnisvoll...

Die kenne ich auch, seltsamerweise fehlen die immer bei den Siegerehrungen




Offline AST

  • Globaler Moderator
  • Beiträge: 4.323
  • "Primitive" means FIRST - (not worst)
Re: Federlänge und Form
« Antwort #7 am: 16.11.17, 09:33 »
Ich persönlich finde weiße Federn im Hinblick auf das Verfolgen des Pfeilfluges am Besten.
Von der Form her bin ich bei Indian Style und Saubuckel und davon leicht abgewandelten Formen (lang und flach).
 
"Primitive" means FIRST - (not worst)

Offline ragnar

  • Beiträge: 187
  • Die Wahrheit ist niemals kompromißbasierend.
Re: Federlänge und Form
« Antwort #8 am: 16.11.17, 09:42 »
Und ich finde Neonfarben vorteilhaft, speziell was die Auffindbarkeit im Parcours betrifft.
Mein momentaner Favorit ist hell-orange.
Wer immer trifft, kann natürlich auch schwarze Befiederung verwenden ...  ;)
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
 Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
 (René Descartes)

Offline bambus

  • Beiträge: 2.869
  • Alles klar...
Re: Federlänge und Form
« Antwort #9 am: 16.11.17, 16:39 »
@elray13, nimm weiße Federn, flach und lang und das Wichtigste ist erledigt.

Und ..... laß dich nicht von polemischen Fla....... beirren und zieh dein Ding durch.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

Offline Dryad

  • Wichtel
  • *
  • Beiträge: 1.576
  • The 7 P`s
Re: Federlänge und Form
« Antwort #10 am: 19.11.17, 01:24 »
Form ist fast egal. Je besser und konstanter mein Schiessstil und Bogensetup desto kleiner das Leitwerk. Will ich einen guten Kompromiss zwischen Fehlerverzeihung und Pfeilgeschwindigkeit bin ich in der 3-4 Zoll Region gut aufgehoben. Ich schiesse 1,5 Zoll Vanes auf einem 51 lbs Bogen.Lang und flach mag man bevorzugen wenn vom Shelf oder Handrücken geschossen wird. Ich habe persöhnlich sehr gute Erfahrungen mit 2Zoll Rayzr Federn gemacht, schnell und stabiler Flug.Auf meinen Holzpfeilen (Primitivbogen,Handrücken)habe ich Aussenfahnen von Gänsen bevorzugt, einfach mit der Schere gekürzt.Länge 4 Zoll und flach.Montage der Federn oder Vanes so weit hinten wie es geht.Kurze Feder hinten stabilisiert besser als lange Feder vorne. Mich persöhnlich stören Federformen mit spitzen Enden wie Old English oder Indian im Gesicht. Die Länge und Höhe der Federn oder Vanes hat mehr Einfluss auf die Geschwindigkeit als viele Denken. Federn bremsen stärker als Vanes, Lange stärker als Kurze. Hohe stärker als Flache. Wenn nass ändern lange Federn das Flugverhalten deutlicher als Kurze, Hohe deutlicher als Flache(Gewicht). Ich befiedere immer mit gewundenen Klammern und leichtem Versatz. Ist bei Vanes eher effektiv als bei Federn(natürlicher Unterschied in der Struktur der Aussen und Innenseite) Deshalb niemals Federn vom linken und rechten Flügel bei einem Pfeil mischen.
Mich persöhnlich stören unterschiedliche Federfarben da ich dann immer das Gefühl habe der Pfeil eiert in der Rotation. Die Farbe ist eigentlich egal da die Sichtbarkeit stark vom Hintergrund abhängt. Weiss ist aber tatsächlich eine der besten Farben in Bezug auf Sichtbarkeit im Flug, auf der Scheibe(3D) oder im Boden. Danach kommt für mich Neongelb.

Glück Auf
« Letzte Änderung: 19.11.17, 01:58 von Dryad »
"Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act of depriving a whole nation of arms, as the blackest." M.Ghandi

Offline SilentEntry

  • Beiträge: 1.551
  • www.silententry.de
Re: Federlänge und Form
« Antwort #11 am: 19.11.17, 07:25 »


Die kenne ich auch, seltsamerweise fehlen die immer bei den Siegerehrungen

 :green: :green:

Da ist was dran!

Zum Thema... Ich schieße sehr gerne sehr flache Federn, dafür gerne etwas länger, da die flachere Feder bei Nässe weniger zusammen "flatscht" und dadurch konstanter zu schießen ist. Ist zumindest meine persönliche Erfahrung.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Federn von MG Outdoor gemacht. Der hat verschiedene sehr flach geschnittene... Komme aber gerade nicht auf den namen. Stöbere da mal. Er schreibt auch zu den unterschiedlichen Formen die entsprechenden Vor-und Nachteile.

Aber... Grundvoraussetzung ist natürlich ein sauberer Schießstil... Ansonsten ist das wirklich egal und dann schießt man am besten was einem gut gefällt.

Gruß,
Michael

Offline sneaky

  • Beiträge: 578
  • TU WAS DU WILLST ! DIE LEUTE REDEN SOWIESO.

Offline Gusa

  • Beiträge: 9
Re: Federlänge und Form
« Antwort #13 am: 24.11.17, 09:27 »
Schritt 1 - Optimierung des Schaftes/Rohschaft. Je besser der Pfeil abgestimmt ist und je sauberer er aus dem Bogen fliegt, umso kleiner kann das bremsende "Leitwerk" ausfallen.
Ergebnis: keine bremsenden Bewegungen die erst stabilisiert werden müssen - somit höhere Geschwindigkeit und damit gestrecktere Flugbahn.

Schritt 2 - Befiederungformen/Federmaterial. Einen niedrigen Luftwiderstand hat zum Beispiel die Parabolform. Lange und hohe Befiederung bremst. Truthahn bremst mehr wie zum Beispiel weiche Gänsefeder. Vorausgesetzt der Pfeil ist gut abgestimmt ist eine Truthahn Parabol in 3-4 Zoll hinsichtlich Verfügbarkeit eine optimale Befiederung.
Das Ganze lässt sich auch leicht feststellen. Einfach mal auf Clout-Entfernung verschiedene Federformen fliegen lassen. Die niedrige Parabolform wird von den Standardformen am weitesten fliegen - bremst also am wenigsten.



« Letzte Änderung: 24.11.17, 09:53 von Gusa »

Offline ragnar

  • Beiträge: 187
  • Die Wahrheit ist niemals kompromißbasierend.
Re: Federlänge und Form
« Antwort #14 am: 24.11.17, 09:56 »
Um meinen Senf dazuzugeben:
Lange und große Befiederung war speziell in kriegerischen Anwendungen des Mittelalters bevorzugt. Sowohl die englischen als auch die mandschurischen Kriegspfeile haben solche lange Befiederung.
Hauptzweck war eine schnelle Flugstabilisierung (Pfeilausrichtung) auch auf kurze Entfernungen von 10..15m, um maximale Penetration zu erreichen.
Das Gros der englischen "Langbogenschützen" waren keine Krieger, sondern mäßig trainierte und motivierte Bauern.
"Nichts ist so gerecht verteilt wie der gesunde Menschenverstand.
 Niemand glaubt, mehr davon zu brauchen als er hat."
 (René Descartes)

 

SMF 2.0.14 | SMF © 2017, Simple Machines | Theme Sage Durain By Fussilet
Seite erstellt in 0.046 Sekunden mit 16 Abfragen. Impressum - Datenschutz - Nutzungsbedingungen