Autor Thema: Testbericht Samick Scorpion  (Gelesen 984 mal)

Offline friedrichshainer

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Testbericht Samick Scorpion
« am: 03.05.17, 20:32 »
Typ Reflex Recurve

Hersteller Samick

Modell Scorpion

Herstellungsjahr: 2017

Aufbau:
Gesamtlänge: 66"
Form: Reflex
Tips: Carbon
Wurfarme: Scorpion ILF  (erhältlich in 25-45lbs in 5er Schritten)
Mittelteil/Griff: 23" Aluminium-Magnesium Druckguss, baugleich Samick Privilege, 1005gr

technische Daten
Zuggewicht: ca. 30lbs@31" mit den 25lbs WA
Sehne: FLEX Fastlight Plus L, 16 Str.
Standhöhe: 18-20cm
Geschwindigkeit: ???
Gewicht: ca. 1450gr

Preis: 185€

Persönliche Bewertung

Da ich blutiger Anfänger bin und keinen echten Vergleich habe, spare ich mir ein "Fach-" Urteil. Es ist nur wahnsinnig schwer, etwas über diesen Bogen im Netz zu finden, daher will ich hier mal zusammentragen, was ich rausgefunden habe.

Der Bogen wird von Samick exklusiv für die europäischen Großhändler (evtl auch nur für  JVD) gebaut. Er kombiniert ein Privilege Mittelteil mit Wurfarmen, von denen ich (aufgrund Optik, gleicher Stärke-Abstufungen und ähnlichem Preis) vermute, dass es sich um auf ILF getrimmte Sage Wurfarme handelt. Der Bogen wird nur als RH Modell angeboten.

Da es sich bei dem Mittelteil um ein klassisches "olympic" MT handelt, sind alle entsprechenden Befestigungsmöglichkeiten vorhanden. Off the shelf schießen ist nicht möglich, eine Pfeilauflage muss/kann geklebt oder geschraubt werden.

Bei einem Auszug von 31" stackt der Bogen erwartungsgemäß auf den letzten Zentimetern, bis dahin ist der Auszug sehr gleichmäßig und angenehm.


Note: (von 1 bis 6)

Habe wie gesagt keinen Vergleich, daher keine Note.

edit: Standhöhe geändert, Anpassung an Samick Originalkatalog
« Letzte Änderung: 17.05.17, 21:38 von friedrichshainer »

Offline friedrichshainer

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Re: Testbericht Samick Scorpion
« Antwort #1 am: 17.05.17, 21:41 »
Auszug Samick Katalog:


Online rabu

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Re: Testbericht Samick Scorpion
« Antwort #2 am: 18.05.17, 08:08 »
Auch wenn du keine Note vergeben woltest, was ich verstehe und schätze, danke für die Vorstellung des Bogens.

Ist bestimmt für viele eine Alternative die einen variablen Einsteigerbogen suchen.

Und ich bin  mir sicher das man, sauber eingestellt, einen ziemlich gut zu schiessenden Bogen für kleines Geld bekommt.

Gruß
Ralf
Leben ist das, was abläuft während man etwas anderes plant.
James Patterson in "Alex Cross - Blood"

Offline friedrichshainer

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Re: Testbericht Samick Scorpion
« Antwort #3 am: 05.11.17, 10:51 »
Nach einem halben Jahr regelmäßigen Schießens jetzt dann doch noch mal ein Erfahrungsbericht. Ich habe den Bogen ausschließlich als Jagdbogen geschossen, daher kann ich über die Anbaumöglichkeiten keine Auskunft geben.

Verschleiß:

Ich bin nicht der Typ, der Gebrauchsgegenstände mit Samthandschuhen anfasst. Allerdings scheint mir die Lackierung des Bogens recht anfällig zu sein. Am (Plastik-) Griff löst sich an einer Stelle die Oberflächenbeschichtung und am oberen Wurfarm kommt (vermutlich nach einem kleinen Malheur) die Grundierung am Rand durch.
Auch das Mittelteil hat ein paar Macken, die nach mehr Missbrauch aussehen, als der Bogen realistischer Weise erfahren hat.

Schuss:

Es hat eine Weile gebraucht, bis ich mitbekommen habe, dass der Händler den Bogen nicht optimal eingestellt hatte. Zum einen war der Tiller nicht korrekt und zum anderen waren die Pfeile (W6W Challenge 500, 32") zu steif. Also hab ich die Schrauben reingedreht um das Zuggewicht zu erhöhen und den Tiller korrigiert. Jetzt passt alles und der Rohschafttest entspricht zumindest meiner normalen Streuung.
Durch die Anpassung des Tillers ist der Bogen auch sehr leise geworden. Vermutlich hat er vorher in der ILF Aufnahme Spiel gehabt und war daher relativ laut. Das ist jetzt passé. Die Standhöhe liegt bei mir mit 20,3cm leicht oberhalb der Herstellerangabe, auch das hat die Geräuschentwicklung positiv beeinflusst.

Die Schussgeschwindigkeit konnte ich nicht messen, ist aber im Vergleich zu anderen Bögen, die ich so sehen und testen konnte gefühlt im oberen Drittel.

Das schon erwähnte, leichte Stacking tritt ziemlich exakt bei 30" auf. Das entspricht meinem Auszug (hat sich seit dem ersten Posting geändert), was eine schöne haptische Kontrolle darstellt.

Der Bogen reagiert relativ gutmütig auf leichte Formfehler, lässt aber durchaus präzise Ergebnisse zu.

Fazit:

Der Bogen gibt einem nicht das Gefühl, mit einem Einsteigergerät unterwegs zu sein. Bis auf die Qualität der Lackierung ist das ein wirklich anständiges Arbeitstier, mit dem man sich nicht verstecken muss. Die Performance ist für einen Hobbyschützen völlig ausreichend und das Handling ist sehr angenehm. Design ist ja bekanntlich Geschmacksache, aber (nicht nur) mir gefällt das schlichte Schwarz auch außerordentlich gut.

Schätze mal, der Bogen wird mich noch eine ganze Weile begleiten.

Offline El Torrro

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Re: Testbericht Samick Scorpion
« Antwort #4 am: 05.11.17, 15:15 »
Aus eigener Erfahrung kann ich dir die Pfeilauflage AAE ST-300 empfehlen. Sie ist deutlich besser und wertiger als die anderen Klebe-Pfeilauflagen. Dann passt der Bogen ins Jagdbogen-Klasse des DBSV.
Gibbs Rule 9: "Never go anywhere without a knife."

Offline friedrichshainer

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Re: Testbericht Samick Scorpion
« Antwort #5 am: 05.11.17, 18:13 »
Danke für den Tipp! Werd ich mal austesten, kostet ja nicht die Welt...

 

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