Autor Thema: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin  (Gelesen 10668 mal)

Offline Achtbaeren

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #15 am: 01.01.15, 11:10 »
Wilfrid, nicht Bogenbau, sondern Wikinger-Ausgrabungen!

Gutes Neues
Micha
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Offline grumpf

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #16 am: 01.01.15, 17:18 »
Ich habe mir den Bogen heute angesehen. Wie Christian sagte ohne die Beschriftung Bogen hätte es auch etwas anderes sein können.
Zu sehen ist ein Eibenstock mit leicht geflippten Enden und angedeutetetn Sehnenkerben, der leicht verzogen ist.  Die Tipps sind eher dick, aber es gibt keine Tipp-Overlays von daher wird die Dicke wohl nötig sein. Bei einem Riss der Sehne kann man mit dem Bogen notfalls noch jemanden verprügeln. Am Bogenrücken sieht man noch kleine Spitzen (Ast- /Blattansätze?).
Was in den 1000 Jahren, die der Bogen sich versteckt hatte noch alles weg gefault ist, kann man schwer sagen. Es ist halt ein einfacher primitiv Bogen.

Ansonsten ist die Ausstellung sehr interessant. Wer kann sollte Sie sich bis zum Wochenende ansehen, dann ist Ende.

VG Jens
Wer trifft, ist nur zu faul, seine Pfeile zu suchen.

Offline wilfrid

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #17 am: 01.01.15, 17:43 »
Achtbaeren, und ich dachte, Du wolltest mal sehen, wie man einen handschockfreien Bogen aus nem Baum schält ;-) ...
Ansonsten kann man graben wo und wie man will, auch nur Reste von Bögen zu finden ist wie´n 6er im Lotto. Weswegen ja in jedes Stück Holz unheimlich viel reingeheimnisst wird.

Offline Achtbaeren

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #18 am: 01.01.15, 17:50 »
Hallo Wildfrid,

das kann ich schon lange selber, am liebsten Osage- ich dachte du bist ein Kenner,
auf dem Gebiet der Wikinger Bögen und deren Ausgrabungen und vorallem deren exakten Bestimmung.
Aber lass uns beim Thema, der "Wikinger-Ausstellung" bleiben.

Schönen Gruß
Micha
« Letzte Änderung: 01.01.15, 18:08 von Achtbaeren »
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Offline Jo Beutelschneyder

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #19 am: 02.01.15, 13:45 »
Hallo zusammen,
Habe es heute nun doch endlich noch geschafft in die Ausstellung zu gehen. Den hier vieldiskutierten Bogenstab mag sich nun jeder mal anschauen und kann sich dann seinen eigenen Reim drauf machen. Die Schlange war übrigens als ich gegen Mittags wieder gegangen bin. da war der Tip von el Torro wirklich Gold wert.

In diesem Sinne
gruss
jo
An meine Hände lasse ich nur Holzprodukte ...

Offline Jo Beutelschneyder

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #20 am: 02.01.15, 13:46 »
Hallo zusammen,
Habe es heute nun doch endlich noch geschafft in die Ausstellung zu gehen. Den hier vieldiskutierten Bogenstab mag sich nun jeder mal anschauen und kann sich dann seinen eigenen Reim drauf machen. Die Schlange war übrigens als ich gegen Mittags wieder gegangen bin. da war der Tip von el Torro wirklich Gold wert.

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Offline Jo Beutelschneyder

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #21 am: 02.01.15, 13:47 »
Hallo zusammen,
Habe es heute nun doch endlich noch geschafft in die Ausstellung zu gehen. Den hier vieldiskutierten Bogenstab mag sich nun jeder mal anschauen und kann sich dann seinen eigenen Reim drauf machen. Die Schlange war übrigens als ich gegen Mittags wieder gegangen bin. da war der Tip von el Torro wirklich Gold wert.

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Offline Jo Beutelschneyder

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #22 am: 02.01.15, 13:48 »
Hallo zusammen,
Habe es heute nun doch endlich noch geschafft in die Ausstellung zu gehen. Den hier vieldiskutierten Bogenstab mag sich nun jeder mal anschauen und kann sich dann seinen eigenen Reim drauf machen. Die Schlange war übrigens als ich gegen Mittags wieder gegangen bin. da war der Tip von el Torro wirklich Gold wert.

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Offline Sabiji

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #23 am: 02.01.15, 22:39 »
Naja, es war die Zeit zwischen den Feiertagen bzw. die genutzten  Brückentagen. Ich war zweimal auf der Ausstellung, auch an einem WE, da war nicht mal im Ansatz eine Warteschlange.

Die Ausstellung in dem Sinne bemerkenswert, dass viele wichtige und bekannte Stücke (und so viele gibt es nicht) aus den relevanten Sammlungen dort vertreten waren. Mir haben allerdings die Seax - insbesondere die im skandinavischen Typ - gefehlt.

Skeptisch bin ich allerdings den abgebildeten Pfeilspitzen begegnet. Selbst wenn man den Materialverlust über die Jahrhunderte berücksichtigt. sind diese einfach zu dünn und eignen sich weder für Kriegs- noch für Jagdspitzen.

Hier wurden offensichtlich Pfeilspitzen ausgestellt, welche ausschließlich für Opferrituale bzw. Grabbeigaben hergestellt wurden.
Semper Eadem

Offline Corax

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #24 am: 02.01.15, 23:23 »
Offensichtlich? Besten Falls vermutlich.

Für eine Jagdspitze braucht man nicht viel Material - siehe Zwickey oder GK Silverflame z.B.
Das Gleiche gilt für eine Spitze, welche gegen ungepanzerte Kämpfer eingesetzt wird - was auf die Mehrzahl der Kämpfer damals zutraf und erst recht beim Überfall auf Siedlungen etc.
Gegen gepanzerte Kämpfer (Ringpanzer also) wurden vermutlich keine Broadheads eingesetzt, sondern eher Needlepoints/Bodkins. Wobei die Funde solcher Spitzen aus der Wikingerzeit (soweit ich weiß - ist schon ein paar Jahre her bei mir) sehr rar sind - eben, weil Ringpanzer es eben auch waren.
Skua: "ein Bogen ist harmlos, ab zwei vermehren sich die Dinger wie Karnickel!"
Club 52

Offline Muetze

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Re: Bogen in der Wikinger-Ausstellung Berlin
« Antwort #25 am: 04.01.15, 04:53 »
Moin

Die "Nachbauten" die es immer mal zu bewundern gibt sind leider nicht immer sehr eng am Original. Gute Infos zu Originalen gibt es hier: Ausgrabungen in Haithabu, Band 33 Waffen (Schwerter Bögen, Pfeile) http://www.schloss-gottorf.de/archaeologisches-landesmuseum/ausstellungen/forschung/publikationen/publikationsreihen

PG, das "Wikingerbogendesign" entspricht meines Wissens nach  leider nicht der Fundlage. Diese "Keule" gibts in der Form an einem Tip eines Bogens, an anderen findet man so was nicht.

Der Rest hat so 12x12 mm dicke Tips, braucht man auch, damit die Sehne in eine Kerbe kann ...

Ne, Wilfried, so steht es nicht im Band 33. Und auch auf zeitgenössischen Bilder sehen die Bogen anders aus als von Dir beschrieben. Meine bisherigen Nachbauten, immer so eng am Band 33 orientiert wie mir nur möglich, hatten alle, aber auch wirklich alle ein deutliches Nachschütteln unsinnigerweise "Handschock" genannt. Über den Begriff "Handschock" kann man sicher geteilter Meinung sein, aber die Vibrationen sind nicht zu leugnen.

Gruß Mütze
« Letzte Änderung: 04.01.15, 05:07 von Muetze »
Ich bin kein böser Mensch, ich bin Bogenbauer. Mein maß an Sarkasmus entspricht exakt Deinem maß an Blödheit.

 

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